Die Geschichte unserer Schule

Reichelsheim hat mit der Einweihung der Reichenberg Schule 1953 ihr eigenes Schulhaus nach nahezu 350 Jahren Schulgeschichte im Ort erhalten. Ab 1609 gab es schon Unterricht, vor allem in kirchlichen Einrichtungen.

Der Schulneubau am Fuß des Reichenberges war nach dem Zweiten Weltkrieg notwendig geworden, da für die sieben Volksschulklassen und die beiden Aufbauklassen die gemieteten Räume in der Dorfmitte trotz Schichtunterricht nicht mehr ausreichten und der Aufenthalt in den Pausen auf dem Rathausplatz für die Kinder bei zunehmendem Verkehr nicht mehr sicher war. Am 27. Mai 1951 legte der damalige Bürgermeister Nicklas den Grundstein. Der Bau kostete 580.000 Mark, wovon die Hälfte des Betrages von der Gemeinde beigesteuert wurde. Zur Einweihung der Schule am 26. April 1953, zogen alle Klassen mit Ihren Lehrern und dem damaligen Rektor Karl Schwinn vom Rathausplatz zum neuen Schulhaus.

Im Lauf der Zeit gab es einige räumliche und inhaltliche Veränderungen. Am 12. September 1958 wurde die Turnhalle eingeweiht. Ab Ostern 1963 wandelten die Verantwortlichen die Volks- und Realschule in eine Mittelpunktschule um.

Die Lehrer unterrichteten nun auch Schüler aus den umliegenden Gemeinden von der Klasse 5 bis zur Klasse 8. Die Reichenberg Schule war damit auch die erste Mittelpunktschule des damaligen Kreises Erbach. Ab November 1971 löste Wilfried Beier Rektor Karl Schwinn ab. Nachdem die Georg-August-Zinn-Schule 1972 eingeweiht war, fand auch die räumliche Trennung von Grund- sowie Haupt- und Realschule statt. Die seither selbständige Grundschule wird von Kinder der gesamten Gemeinde Reichelsheim besucht. Ab 1987 übernahm Heinrich Müller das Rektorenamt von Wilfried Beier, der nach mehr als 40 Jahren Dienstzeit in den Ruhestand ging. Ein Erweiterungsbau mit Musiksaal, einem zusätzlichen Klassensaal, neuer Verwaltung und Lehrerzimmer wurde 1996 eingeweiht. 

 

Zunehmend sind auch die Grundschulkinder auf Betreuung außerhalb der Schulzeit angewiesen. Deshalb war die Erleichterung groß, als der Schulförderverein (1999/2000) sich dieser Aufgabe annahm. Mittlerweile werden etwa 20 Kinder in der unterrichtsfreien Zeit und teilweise auch in den Ferien betreut. Zum Schuljahr 2000/01 richteten die Pädagogen eine Lernhilfeklasse an der Reichenberg Schule ein. Sie nimmt Kinder aus dem Gersprenztal auf, die beim Lernen in Regelklassen überfordert sind. Im Dezember 2000 begann die Sprachheilpädagogische Beratungsstelle für das Gersprenztal unter der Leitung von Heidrun Munker in der ehemaligen Hausmeisterwohnung ihre Arbeit.

Vor acht Jahren übernahm Renate Gribat die Leitung von Heinrich Müller. Auch er feierte sein vierzigjähriges Dienstjubiläum, bevor er in den Ruhestand ging. Heute hat die Reichenberg Schule 300 Schüler, die von 21 Lehrkräften unterrichtet werden. Konrektorin ist Monika Wolf-Bauer. 

 

Zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 feierte Renate Gribat ihr vierzigjähriges Dienstubiläum. Am Ende vom Schuljahr ging sie in den Ruhestand. Nach den Sommerferien (Schuljahr 2012/2013) wurde Christine Hartmann die neue Rektorin der Schule.

 

2013 besteht die Reichenberg-Schule seit 60 Jahren.